Wandlungsphasen

Rostiges Eisen beschreibt seine Kreise
Verstummt im schweigenden Ort
Verbannt die Augen der Welt
Und des strafenden Urteils Wort

Splitterndes Holz umzüngelt das Dunkel
Zerfasert im samtweißen Schnee
Besänftigt mit seinen Blicken
Die flackernde eisblaue See

Salziges Wasser verwischt die Konturen
Schimmernd im sterbenden Licht
Einziger Fluss, der noch trennt
Wenn Grenze an Grenze zerbricht

Lächelndes Feuer verzehrt seine Ängste
Gezähmt im blanken Vertrauen
Ehrliches, ruhiges Verlangen
Jenseits des Dunkel zu schauen

Flüsternder Wind zerstreut die Gedanken
Hauchend im liebenden Wort
Und trägt, was zu oft geschieden
An einen gemeinsamen Ort.

03.11.2004


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